EINER VON HUNDERT IST BETROFFEN

Zöliakie ist eine chronische Krankheit, das heißt, dass sie nicht im Laufe der Zeit verschwindet. Die einzige Therapie ist jedoch relativ unkompliziert: eine glutenfreie Ernährung. Zöliakie ist heutzutage viel üblicher als früher: In den vergangenen Jahrzehnten hat sich aus dem, was früher als ungewöhnlicher Befund angesehen wurde, der nur Kinder betraf, ein Gesundheitsproblem breiter Bevölkerungsgruppen aller Altersstufen entwickelt.

Dennoch wird Zöliakie oftmals nicht erkannt. Die meisten durchgeführten Screening-Studien deuten auf eine Prävalenz in den Ländern der westlichen Welt von etwa einem Prozent hin. Bei den meisten gibt es bislang keine Diagnose, denn nicht alle Betroffenen weisen die klassischen Magen- und Darmprobleme auf, die mit der Zöliakie in Verbindung stehen.

Es ist auch nicht bekannt, was die Zöliakie auslöst. Scheinbar variiert dies von Person zu Person. Vermutlich werden die meisten Betroffenen bereits mit Zöliakie geboren, aber sie scheint sich auch in späteren Lebensjahren entwickeln zu können. Es gibt eine gewisse erbliche Disposition, aber auch Personen ohne bekannte Vorgeschichte können an Zöliakie erkranken.

Glutenfreie Ernährung – die beste und die einzige Therapie

Glutenfreie Ernährung – die beste und die einzige Therapie

Wenn nach der Diagnose einer Zöliakie die Ernährung auf Glutenfrei eingestellt wird, kann der Darm sukzessive heilen. Dieser Prozess kann ein paar Wochen dauern, aber auch ein bis zwei Jahre. Bei der Nachkontrolle wird die Heilung des Darmes durch Bluttests und anhand der verbliebenen Symptome ermittelt. Nach Verheilung des Darmes bestehen nur geringe Risiken von Folgeerkrankungen und Komplikationen.